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| Mittwoch 24.03.2010 | 20:00 Halle |
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LéOparleur Konzert in Kooperation mit Radio El Zapote |
VVK: 12 € (zzgl. Gebühr) AK: 14 €
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Einlass 19:30 Beginn 20:30 Eintritt ermässigt € 12 |
| Tiefe Bläser, schwungvolle Posaunen mit Ska-Einflüssen, Klezmer Klarinetten, anatolische Geigen und ein Akkordeon |
LéOparleur haben sich in eine Finca inmitten der andalusischen Pampa zurückgezogen, um an ihrem neuen Album „Faut Du Rêve“ zu arbeiten.
Kein Wunder also, dass es vor leuchtender Energie und erdiger Kraft nur so strotzt! Der Sound der Straßburger bleibt unverändert frisch und vielfältig, die sicherlich größte Neuigkeit stellt die Rückkehr zu den elektrischen Gitarren und zu einer Rhythmus-Sektion aus Bass und Schlagzeug dar, die an die besten Zeiten des Punkrock erinnert.
„Faut Du Rêve“ ist rot wie ein Zirkuszelt, nach außen farbenfroh, nach innen manchmal dunkler. Tatsächlich wurde das Album wie ein Gemälde geschaffen, die Klänge wie Pinselstriche an die musikalische Leinwand angebracht. Tiefe Bläser, schwungvolle Posaunen mit Ska-Einflüssen, Klezmer Klarinetten, anatolische Geigen und ein Akkordeon, das sowohl an Dub als auch an Harmonium denken lässt, drücken abwechselnd Lebensfreude und Melancholie aus.
Das wichtigste Thema der Band war schon immer die Reise (Tren De La Vida). Auf „Faut Du Rêve“ legen sie eine weite Strecke zurück, zwischen Cumbia und Rock, verzerrten Gitarren und realistischem Chanson, Flamenco-Loops und poppigen Kastagnetten. Die musikalischen Einflüsse reichen von den Kinks und The Clash über Ojos de Brujo bis zu Calexico. Die Bilder, Verse und Textideen wurden von Louis Jouvet, Almodovar, Garcia Lorca, Heidegger aber auch von Familienmitgliedern geliefert. Die Begegnungen mit anderen Künstlern sind seit ihren Anfängen eine wichtige Inspirationsquelle für LéOparleur gewesen. Hier hört man zwischen den Zeilen von „Juste ton sourire“ die Franzosen von LoJo heraus, mit denen LéOparleur das Album überarbeitet haben. Und dass sie kürzlich die Bühne mit Manu Dibango teilten, spiegelt sich in den afrikanischen Melodien von „C’est toi, c’est moi“ eindeutig wider.
Neben den zwei Brüdern Simon und Josef Oster, der knisternden Maya Martinez (ihre Stimme entführt uns auf „Attends garçon“ ins Paris der 30er Jahre), der virtuosen Jean Bernhard, Gregory Pernet und Adrien Geschickt, hat sich auf „Faut Du Rêve“ eine enge Zusammenarbeit mit weiteren Musikern entwickelt: Coline Linder an der Geige, Yves Béraud am Akkordeon, Simon Pomarat an Perkussionsinstrumenten aus der ganzen Welt, Luckes Hausmann an der Trompete, David Florsch am südafrikanischen Saxophon und Samuel Klein am Schlagzeug und an den Cumbia-Trommeln.
Das Engagement der Band für eine Welt der Freiheit und der Verständigung zeigt sich nicht nur in der Nebeneinanderstellung unterschiedlicher Instrumente aus vermeintlich fremden Kulturen. Ihre gesamte Poesie drückt die Liebe zum humanistischen Gedankengut und zum Dialog mit den anderen wie auch mit der eigenen inneren Stimme (C’est mon affaire) aus. Dass in ihren Augen die Welt in ihrem Lauf eindeutig eine zerstörerische Grenze überschritten hat, erklärt das apokalyptische Finale mit einem Gedicht von Arthur Rimbaud, in dem die Mächtigen sterben und die Freunde der Revolution leben sollen!
„Revoir la mer“ (2002) war das Album der Jugend, der Anfänge, des Chanson. „Tout Ce Qui Brille“ (2006) klang alternativ und rockiger. Auf „Faut Du Rêve“ kommt zur ausgelassenen Stimmung und Fröhlichkeit auch etwas Nachdenklichkeit hinzu. Wahrscheinlich entfernen sie sich nach und nach von ihren damaligen Vorbildern und folgen nun ihrem eigenen Stern…
| Artist Website [http://www.leoparleur.com/ ] Artist bei myspace [http://www.myspace.com/officialleoparleur ] Tics bei cts eventim Tickets bei Kartenhaus
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