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Freitag 26.03.2010 20:00 studio 108
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Die Grenzgänger & Frank Baier: 1920
VVK: 9,- € (zzgl. Gebühr)
AK: 12,- €
Lieder der Märzrevolution
Gemeinsam mit dem Duisburger Volksänger und Liedersammler Frank Baier, der in den siebziger Jahren noch Überlebende von damals getroffen hatte und dabei Lieder und Texte vor dem Vergessen rettete, erinnern die Grenzgänger an die „Märzrevolution 1920
Im Anschluß an den „Kapp-Putsch“, bei dem im März 1920 Freikorpssoldaten mit dem Hakenkreuz am Stahlhelm eine Militärdiktatur in Deutschland errichten wollten, kam es in Deutschland zu der größten Aufstandsbewegung seit den Bauernkriegen des 16. Jahrhunderts. Christen, Sozialdemokraten, Anarchisten und Kommunisten haben gestreikt, als auf sie geschossen wurde, griffen sie zu den Waffen. Allein im Ruhrgebiet kämpften weit mehr als 50.000 Menschen für die Demokratie – unter Einsatz ihres Lebens.Die Niederschlagung des Aufstands und die damit einhergehende Ermordung von über 1000 Arbeitern war lange vor 1933 der Anfang vom Ende der Weimarer Republik.

Die Grenzgänger waren mit ihrer mitreißenden Mischung aus Chanson, Volkslied, Jazz, Blues und Musikkabarett mehrfach CD des Monats in der Liederbestenliste und erhielten mehrfach den Preis der Deutschen Schallplattenkritik. Bei Gastspielen im In- und Ausland (u.a. für das Goethe-Institut und als deutscher Beitrag beim Festival der Europäischen Rundfunkanstalten in Norwegen) schufen die die Folk-Förderpreisträger von 1995 „Unverwechselbares von bisweilen träumerischer Eleganz“ (Nordseezeitung) – und die Rheinpfalz schrieb: „Kleinkunst ganz groß!“

Frank Baier, der singt, als hätte man seine Stimmbänder mit Ruhrpottkohle eingerieben, spielt Ukulele, Quetsche, Harfe, Gitarre und Mundharmonika. Er begann Ende der 60er Jahre mit Skiffle, spielte in den Siebzigern mit seiner Gruppe „Kattong“ in Gefängnissen und besetzten Häusern (u.a. mit Ton, Steine, Scherben), war maßgeblich beteiligt an der Wiederbelebung von Arbeiterliedern im Ruhrgebiet, gab Konzerte von Duisburg bis Madagaskar und feierte beim Festival in Rudolstadt zusammen mit den Rappern „Sons of Gastarbeita“ ein aufsehenerregendes Comeback.

Veranstaltet vom VVN/BdA und Bahnhof Langendreer
Mehr Infos und Hörbeispiele [http://www.folksong.de/1920 ]
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